PETROMAX 829 - die tragbare Lichtmaschine!
(Petromax 829/500 CP Rapid)

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Artikel Beschreibung Bestell Nr. EUR  
Original Petromax
Modell 829/500 CP Rapid
-Neuware-

Petromax ohne Schirm
Material: Messing
hochglanz vernickelt und verchromt
zivile Version aus aktueller Produktion
Helligkeit: 500 HK (Kerzen) Gesamthöhe: 40 cm Tankdurchmesser: 17 cm
Brenndauer: ca. 8 Stunden Gewicht: 2,4 kg Tankvolumen: 1 Liter

Lieferung inklusive: drei Glühstrümpfe Spirituskännchen
Universalschlüssel Ersatzmanometerdichtung Trichter mit Sieb
Ersatzvergaserdüse Ersatzdüsennadel Düsennadelschlüssel
Handreinigungsnadel Feuerzeug Reflektorschirm
1 l Petroleum 2 ml Spiritus Infomaterial zur Petromax

Lieferung inkl. Reflektorschirm!
P-20070 198,00 bestellen

Ersatzteilträger BW 500
Baujahr 50-er bis 70-er Jahre

Bundeswehr Petromax ohne Schirm
Material: Messing
mattgrau verchromte Militärversion aus Bundeswehrbeständen
Gebrauchter, verschmutzter, eventuell verbeulter aber vollständiger Ersatzteilträger. Bauteile Geniol und Petromax gemarkt.

 
     
MOK-4288 49,00 bestellen








Größenvergleich unterschiedlicher Starklichtlampenmodelle

Groessenvergleich Geniol und Petromax Starklichtlampen

Zum Vergleich der Größen: Links eine Geniol 150 (Höhe 29 cm), in der Mitte eine Petromax 500 (Höhe 40 cm), rechts eine Petromax 250 (Höhe 32 cm, wird leider nicht mehr hergestellt). Die 350-er ist eine 500-er mit gedrosseltem Vergaser und ansonsten baugleich.

Die Petromax-Bezeichnungen "500" "500 HK" und "500 CP" meinen die gleichen Lampen. Traditionell wird die Lichtstärke deutscher Lampen mit "HK" (Hefner Kerzen) bezeichnet, im englischen Sprachgebrauch und auf den Typenschildern der Petromaxlampen steht "CP" (Candle Power), das ist das gleiche wie "HK". Wenn weder "HK" noch "CP" genannt werden, ist das nur eine sprachliche Vereinfachung und ohne Bedeutung. Zusätzlich zu der Bezeichnung nach der Lichtstärke gibt es auch noch weitere verbreitete Petromax Modellbezeichnungen


Arbeitsweise der Petromax


Das mit Hilfe eines Trichters eingefüllte Petroleum wird durch Betätigung der Pumpe unter Luftdruck gesetzt. Der Druck dient zum Versprühen des Petroleums im Schnellvorwärmer und zur Förderung des Petroleums in den Vergaser. Im Schnellvorwärmer mischen sich Luft und Petroleum wie in einer Blumenspritze, so daß aus der Düse des Vorwärmers ein fein verteilter Petroleum-/Luftnebel austritt, der durch das Flammenschutzrohr zusammengehalten wird. Hält man nun ein Streichholz quer vor die ovale Schlitzöffnung des Flammenschützers, so entzündet sich unter starkem Rauschen wie bei einer Lötlampe eine blau brennende Flamme. Reißt diese wiederholt ab, so reinige man die Düse (221) mit der Handdüsennadel (180), indem man den Nadeldraht in die Düsenöffnung einführt. Mit dieser Flamme wird das Vergaser-Oberteil so weit erhitzt, daß seine Temperatur über dem Verdampfungspunkt des Petroleums liegt.

Durch Drehen des Handrades (Nase des Handrades von oben nach unten) öffnet sich über ein Gestänge im Vergaser das Vergaserventil der Petromax. Gleichzeitig gibt die Reinigungsnadel die Düsen-Öffnung frei. Der Luftdruck im Behälter treibt nun das Petroleum in den vorgeheizten Vergaser, wo es vergast und als kegelförmiger Dampfstrahl aus der Düse tritt. Der Dampfstrahl saugt Luft aus dem Luftkasten des Innenkamins an, in der Art eines Bunsenbrenners. Im Mischrohr vermischt sich dann der Dampf mit der angesaugten Luft und tritt nach Passieren der Mischkammer aus den Öffnungen des Keramik-Mundstückes (Tonbrenner) in den angebundenen Glühstrumpf. Die heißen Flammen treffen auf die Wandung des Glühstrumpfs und bringen dort das Aschegerüst mit dem Leuchtsalz zum Leuchten. Die Wärme des Glühstrumpfs beheizt nun wieder den Vergaser, so daß der Wärmekreislauf geschlossen ist.

Beim Vorwärmen wird ein Teil der Luft aus dem Tank der Petromax verbraucht, so daß man ein Absinken des Drucks am Manometer beobachten kann. Während des Vorwärmens muß daher Druck nachgepumpt werden. Befindet sich viel Brennstoff im Behälter, benötigt man wenig Pumpenstöße, um den Betriebsdruck von 1,75-2 atü zu erzeugen. Der Druck sinkt jedoch nach 1- 2 Stunden soweit ab, daß wieder nachgepumpt werden muß. Ist wenig Brennstoff im Behälter, muß man zwar mehr Pumpenstöße machen, dafür hält der Druck aber beim Betrieb länger an.

Brennt die Petromaxlaterne, so tritt laufend ein überhitzter Dampfstrahl aus der Düse. Durch die Überhitzung setzen sich mikroskopisch kleine Kohlepartikelchen im Vergaser-Oberteil und vor allem auch in der sehr kleinen Düsenöffnung an. Läßt die Lichtstärke sichtbar nach, so muß man durch schnelles Hin- und Herdrehen des Handrades die Düsennadel mehrmals in die Düsenöffnung einführen, wodurch die störenden Kohleteilchen ausgestoßen werden.

Der Glühstrumpf muß sorgsam und fest oberhalb des Wulstes am Tonbrenner angebunden werden. Nach dem Anbinden sind entstehende Falten gleichmäßig zu verteilen. Die überstehenden Enden des Anbindefadens müssen danach kurz abgeschnitten werden, da sie sonst in der Hitze hakenförmig umbiegen und in das Gewebe des Glühkörpers eindringen können.

Ein Glühstrumpf, dessen Gewebe an einer oder mehreren Stellen verletzt ist, leuchtet zwar noch, er muß aber sofort durch einen neuen ersetzt werden. Aus den schadhaften Stellen treten sehr heiße, -fast unsichtbare- Stichflammen aus, die den Glaszylinder oder andere Teile der Petromax zerstören.

Starklichtlaternen wie die Petromax sind Maschinen an denen man sich üben muß.
NEHMEN SIE DIE LAMPE DESHALB ANFANGS NUR IM FREIEN IN BETRIEB.
Es ist wichtig, daß die Vorwärmzeit von 70-90 Sekunden eingehalten wird, da sonst der Vergaser nicht genügend vorgewärmt ist. Die Folge wäre, daß bei Öffnung des Vergaserventils durch Drehen des Handrades flüssiger oder nicht genügend verdampfter Brennstoff aus der Düse tritt und unter rußender FLAMMENBILDUNG verbrennt. In diesem Fall Handradnase sofort nach oben drehen und Verlöschen der Flammen abwarten. Lampe -nach Abkühlung!- ggfs. säubern

Wichtig ist ferner, daß der Betriebsdruck im Behälter möglichst nicht unter 1 atü fällt, da sonst der aus der Düse tretende Dampfstrahl zu geringe Geschwindigkeit und zu geringen Druck hat. Er saugt dann nicht genügend Verbrennungsluft an. Gibt die Petromax ein gurgelndes Geräusch von sich, so ist die Flamme am Tonbrenner bzw. am Glühstrumpf in das Mischrohr zurückgeschlagen, das nach kurzer Zeit rot zu glühen anfängt. Dieses kann eintreten, wenn der Luftdruck im Behälter zu niedrig geworden ist oder wenn die Nadelung zu langsam ausgeführt wird. In diesem Falle muß sofort durch mehrmaliges schnelles Drehen des Griffrades genadelt und danach der Behälterdruck nachgepumpt werden. Sollte dies nicht zum gewünschten Erfolg führen, lösche man die Petromax und zünde sie von neuem an, was sofort ohne Vorwärmung geschehen kann.

Betrieb der Petromax mit Spiritus-Vorwärmung



Anstelle des Schnellvorwärmers kann auch Spiritus, der in der Vorwärmschale verbrannt wird, zur Vorwärmung der Petromax benutzt werden. Die Vorwärmezeit dauert dann etwa 4-5 Minuten, bzw. solange bis die Spiritusfüllung, die mit Hilfe des Einfüllkännchens (67) in die Anheizschale der Petromax gegossen wurde, nahezu verbrannt ist.

Kurzanleitung


1. Handradnase (#111) nach unten, Manometerschraube (#13) auf
2. Tonbrenner (#3), Vergaserdüse (#50) auf festen Sitz prüfen
3. Handradnase nach oben, Manometerschraube zu
4. Luft pumpen (ca 1,5 bar)
5. Rapidhebel (#223) öffnen und Gasstrahl des Vorwärmers entzünden
bei neuem Glühstrumpf:
Rapidhebel sofort wieder schließen, Glühstrumpf ausglimmen lassen (2-3 min.), weiter mit 5.

6. Vorwärmflamme ca. 90 sec. brennen lassen, dabei kontinuierlich nachpumpen (1-1,5 bar halten).
7. Handradnase nach unten; sobald Lampe leuchtet, Rapidhebel schließen; bis auf über 2 bar pumpen

Löschen der Petromax durch Ablassen des Drucks.